„Ich selbst war mit 20 Jahren an Lymphdrüsenkrebs / Non-Hodgkin Lymphom erkrankt. Selbst 25 Jahre später und genesen werden mir Steine für meine Zukunft gelegt. Keine Versicherung nimmt mich, somit kann ich mich nicht für das Alter absichern."
Recht auf VergessenBundestags-Petition · 21. Wahlperiode
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In Deutschland leben etwa 4,5 Millionen Menschen mit oder nach einer Krebserkrankung — jedes Jahr erhalten über 500.000 die Diagnose neu. Viele überleben. Doch auch Jahre nach der Heilung werden Betroffene bei Versicherungen, Krediten, Verbeamtung oder Adoption benachteiligt. Wir fordern: das Recht, vergessen zu werden.
Wer Krebs überlebt hat — ob als Kind, Jugendliche:r oder Erwachsene:r —, trägt diese Diagnose oft ein Leben lang in der eigenen Akte mit. Mit konkreten Folgen — finanziell, beruflich, persönlich.
Menschen leben in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Viele erleben auch Jahre nach der Heilung Benachteiligung: unfaire Versicherungsbedingungen, erschwerter Zugang zu Krediten und Wohneigentum, Hürden bei Verbeamtung, Adoption oder Pflegeverfahren.
Nach fünf Jahren ohne Rückfall ähnelt das Rückfallrisiko dem der Allgemeinbevölkerung. Eine lebenslange Benachteiligung ist medizinisch nicht zu rechtfertigen.
In 15 EU-Staaten gibt es bereits Gesetze oder Kodizes zum „Recht auf Vergessenwerden". Frankreich, Belgien, Spanien, Niederlande, Portugal … Deutschland fehlt.
Eine überstandene Krebserkrankung darf spätestens fünf Jahre nach Behandlungsende ohne Rückfall nicht mehr offengelegt, abgefragt oder gegen Betroffene verwendet werden — für alle Krebsüberlebenden, unabhängig vom Alter bei der Erkrankung.
Gleichberechtigung bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierung, Verbeamtung, Adoption und Pflegeelternschaft. Keine Zuschläge, keine Ausschlüsse, keine Ablehnungen wegen einer überstandenen Erkrankung.
Deutschland muss den europäischen Standard ambitioniert umsetzen und erweitern — mit klaren Regeln, Aufsicht und wirksamen Beschwerdemöglichkeiten, auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse.
„Nach der Heilung beginnt das Leben — nicht die nächste Hürde.
Tobias Burggraf · Initiator der Petition & Vater einer tapferen, kleinen Kämpferin
Auszüge aus den Kommentaren von Unterzeichnenden auf openpetition.de — alle Stimmen versammeln wir in unserem Herz aus Stimmen.
„Ich selbst war mit 20 Jahren an Lymphdrüsenkrebs / Non-Hodgkin Lymphom erkrankt. Selbst 25 Jahre später und genesen werden mir Steine für meine Zukunft gelegt. Keine Versicherung nimmt mich, somit kann ich mich nicht für das Alter absichern."
„Ich hatte selbst Krebs, als ich 3 Jahre alt war. Mittlerweile bin ich Studentin und habe keine Einschränkungen mehr in Bezug auf die Therapie. Ich führe ein ganz normales Leben — und es gibt keine Hinweise auf ein Rezidiv."
„Wir erleben oft, dass Patientinnen und Patienten wegen überstandener oder auch angeborener Erkrankung benachteiligt sind im Versicherungssystem. Sie tragen keine Schuld daran und sollten gleichberechtigt sein."
Was Studien, Fachverbände und europäische Gesetzgeber zum „Recht auf Vergessenwerden" sagen.
Etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung — allein 2023 kamen rund 517.800 Neudiagnosen hinzu. Dass viele überleben, ist ein Erfolg moderner Medizin. [6]
Die EU hat eine fünfjährige Frist für das Recht auf Vergessenwerden bei Verbraucherkrediten festgelegt. Deutschland muss sie ambitioniert umsetzen. [4]
Frankreich führte das RTBF 2016 ein und verkürzte 2023 die Frist auf fünf Jahre. Spanien und Belgien folgen ab 2025. Italien, Niederlande, Portugal, Zypern: 5–10 Jahre. [1]
Studien aus Frankreich zeigen: Betroffene erhalten leichter Versicherungen, ihre finanzielle Belastung sinkt messbar. [5]
Das „Recht auf Vergessenwerden" wird seit Jahren über Verbände, Vereine und Medien gefordert. Eine Auswahl der jüngsten Berichterstattung.
Mitautor des Positionspapiers — seit Jahren an vorderster Front beim Thema „Recht auf Vergessenwerden".
Mitautor des Positionspapiers und Dachverband der Elternvereine.
Setzt sich bereits seit vielen Jahren für das „Recht auf Vergessenwerden" ein.
Wir brauchen jede helfende Hand zur Verbreitung. Ob Social Media, ein Plakat in der Praxis oder das Gespräch am Küchentisch — jede Stimme zählt.
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Wir sind Tobias & Rebecca Burggraf — Eltern einer ehemals an Krebs erkrankten Tochter und Initiatoren dieser Petition. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kennen wir den Weg einer Krebserkrankung eines Kindes.
Wir möchten den Schwächsten in unserer Gesellschaft Gehör verschaffen — und für echte Gleichberechtigung sorgen. Wir fordern, dass das Recht auf Vergessenwerden endlich als Gesetz eingeführt wird. Für alle, die den Krebs überlebt haben.
Auch Initiatoren von „Haare auf Reisen"
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Hinter den Kulissen der Petition — Updates, Hintergründe, Geschichten.
Mit Ihrer Unterschrift bringen wir die Petition in den Deutschen Bundestag — und fordern ein Gesetz nach französischem Vorbild. Spätestens fünf Jahre nach Behandlungsende ohne Rückfall gilt die Akte als geschlossen. Denn Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein.
Petition unterzeichnenwww.recht-auf-vergessen.de