Bundestags-Petition · 21. Wahlperiode

Geheilt.
Und trotzdem
benachteiligt.

In Deutschland leben etwa 4,5 Millionen Menschen mit oder nach einer Krebserkrankung — jedes Jahr erhalten über 500.000 die Diagnose neu. Viele überleben. Doch auch Jahre nach der Heilung werden Betroffene bei Versicherungen, Krediten, Verbeamtung oder Adoption benachteiligt. Wir fordern: das Recht, vergessen zu werden.

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Kampagnenfilm

Der Film zur Petition.

Unser Kampagnenfilm zeigt, was eine überstandene Krebserkrankung noch Jahre später bedeuten kann: bei Versicherungen, Krediten, Plänen fürs Leben. Schau ihn dir an und teile ihn mit Menschen, die dieses Thema hören müssen.

Warum diese Petition?

Nach der Heilung beginnt das Leben — nicht die nächste Hürde.

Wer Krebs überlebt hat — ob als Kind, Jugendliche:r oder Erwachsene:r —, trägt diese Diagnose oft ein Leben lang in der eigenen Akte mit. Mit konkreten Folgen — finanziell, beruflich, persönlich.

4,5Mio

Diskriminierung ist Realität

Menschen leben in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Viele erleben auch Jahre nach der Heilung Benachteiligung: unfaire Versicherungsbedingungen, erschwerter Zugang zu Krediten und Wohneigentum, Hürden bei Verbeamtung, Adoption oder Pflegeverfahren.

5Jahre

Medizinisch unbegründet

Nach fünf Jahren ohne Rückfall ähnelt das Rückfallrisiko dem der Allgemeinbevölkerung. Eine lebenslange Benachteiligung ist medizinisch nicht zu rechtfertigen.

15EU

Andere schützen — wir nicht

In 15 EU-Staaten gibt es bereits Gesetze oder Kodizes zum „Recht auf Vergessenwerden". Frankreich, Belgien, Spanien, Niederlande, Portugal … Deutschland fehlt.

Was wir fordern

Drei Forderungen an Bundesregierung und Bundestag.

Gesetzliches Recht auf Vergessenwerden

Eine überstandene Krebserkrankung darf spätestens fünf Jahre nach Behandlungsende ohne Rückfall nicht mehr offengelegt, abgefragt oder gegen Betroffene verwendet werden — für alle Krebsüberlebenden, unabhängig vom Alter bei der Erkrankung.

Gleiche Chancen für alle Survivor

Gleichberechtigung bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierung, Verbeamtung, Adoption und Pflegeelternschaft. Keine Zuschläge, keine Ausschlüsse, keine Ablehnungen wegen einer überstandenen Erkrankung.

EU-Richtlinie 2023/2225 umsetzen

Deutschland muss den europäischen Standard ambitioniert umsetzen und erweitern — mit klaren Regeln, Aufsicht und wirksamen Beschwerdemöglichkeiten, auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse.

Nach der Heilung beginnt das Leben — nicht die nächste Hürde.

Tobias Burggraf  ·  Initiator der Petition & Vater einer tapferen, kleinen Kämpferin
Stimmen aus der Petition

Echte Erfahrungen. Echte Konsequenzen.

Auszüge aus den Kommentaren von Unterzeichnenden auf openpetition.de — alle Stimmen versammeln wir in unserem Herz aus Stimmen.

„Ich selbst war mit 20 Jahren an Lymphdrüsenkrebs / Non-Hodgkin Lymphom erkrankt. Selbst 25 Jahre später und genesen werden mir Steine für meine Zukunft gelegt. Keine Versicherung nimmt mich, somit kann ich mich nicht für das Alter absichern."

A.
Anonyme Unterzeichnerin
Heute 45 · seit 25 Jahren geheilt

„Ich hatte selbst Krebs, als ich 3 Jahre alt war. Mittlerweile bin ich Studentin und habe keine Einschränkungen mehr in Bezug auf die Therapie. Ich führe ein ganz normales Leben — und es gibt keine Hinweise auf ein Rezidiv."

L.
Lena, 22
Studentin · 19 Jahre rezidivfrei

„Wir erleben oft, dass Patientinnen und Patienten wegen überstandener oder auch angeborener Erkrankung benachteiligt sind im Versicherungssystem. Sie tragen keine Schuld daran und sollten gleichberechtigt sein."

Dr
Behandelnde Ärztin
Onkologie · Stimme aus der Praxis
Hintergründe

Die Fakten — kurz und belegt.

Was Studien, Fachverbände und europäische Gesetzgeber zum „Recht auf Vergessenwerden" sagen.

4,5Mio

Menschen leben mit oder nach Krebs

Etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung — allein 2023 kamen rund 517.800 Neudiagnosen hinzu. Dass viele überleben, ist ein Erfolg moderner Medizin. [6]

2023

EU-Richtlinie 2023/2225

Die EU hat eine fünfjährige Frist für das Recht auf Vergessenwerden bei Verbraucherkrediten festgelegt. Deutschland muss sie ambitioniert umsetzen. [4]

2016

Frankreich als Vorbild

Frankreich führte das RTBF 2016 ein und verkürzte 2023 die Frist auf fünf Jahre. Spanien und Belgien folgen ab 2025. Italien, Niederlande, Portugal, Zypern: 5–10 Jahre. [1]

Belegte Wirkung

Studien aus Frankreich zeigen: Betroffene erhalten leichter Versicherungen, ihre finanzielle Belastung sinkt messbar. [5]

Europa: Stand 2025

FR BE NL DK ES PT IT LU IE CY EL DE CZ AT PL SK HU DEUTSCHLAND FEHLT.
Gesetzliche Regelung  ·  Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Italien, Zypern u. a.
Freiwillige Branchenvereinbarung  ·  Dänemark, Niederlande, Luxemburg, Irland, Griechenland, Tschechien
Keine Regelung  ·  Deutschland
Quellen: [1] Survivor Deutschland — Positionspapier (2025) · [2] Vrancken Peeters et al., Lancet Regional Health Europe (2025) · [4] European Cancer Organisation, Positionspapier (2024) · [5] Studie Frankreich (2025) · [6] RKI · Zentrum für Krebsregisterdaten
Thematisierungen

In den Medien.

Das „Recht auf Vergessenwerden" wird seit Jahren über Verbände, Vereine und Medien gefordert. Eine Auswahl der jüngsten Berichterstattung.

WAZArtikel

Krebs besiegt, Benachteiligung geblieben: Mülheimer Familie macht Druck in Berlin

25.06.2026Lesen
SPD-BundestagsfraktionPolitik

Krebsüberlebende dürfen nicht länger benachteiligt werden

17.04.2026Lesen
WDR WestpolFernsehen

Westpol: Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende

15.03.2026Ansehen
Podcast "Krebs! Was nun?"Podcast

Recht auf Vergessenwerden - im Gespräch über Diagnose, Heilung und Benachteiligung

09.03.2026Anhören
WDR Lokalzeit RuhrFernsehen

Im Studiogespräch mit Tobias Burggraf - Recht auf Vergessenwerden

13.02.2026Ansehen
VersicherungsmonitorArtikel

NRW-SPD fordert umfassendes Recht auf Vergessenwerden nach Krebserkrankungen

02.02.2026Lesen
PathlyRatgeber

Das Recht auf Vergessenwerden - was es für Krebsüberlebende bedeutet

31.01.2026Lesen
Landtag NRWPolitik

116. Plenarsitzung, TOP 6: Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende im jungen Alter

29.01.2026Mediathek
WDR Frau-tvFernsehen

Die Andersmacherinnen - zwei junge Frauen, Krebs und ein neues Miteinander

29.01.2026Ansehen
WAZArtikel

Krebsüberlebende: Abgeordneter fordert Ende der lebenslangen Diskriminierung

28.01.2026Lesen
KurvenkratzerMagazin

Vorstrafe Krebs: Vom Recht, vergessen zu werden

2026Lesen
BurdaMagazin

Leben retten beginnt mit Sichtbarkeit

2026Lesen
WAZArtikel

Du stirbst ja eh bald - wie eine Familie nach dem Krebs gegen das Stigma kämpft

27.11.2025Lesen
Im Fokus OnkologieFachartikel

Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende - Hilgendorf und Hochhaus

26.09.2025PDF lesen
ARD PanoramaFernsehen

Vom Krebs geheilt - lebenslang benachteiligt

25.09.2025Ansehen
TagesschauArtikel

Krebs geheilt - und trotzdem keine Versicherung?

25.09.2025Lesen
ÄrzteblattArtikel

Recht auf Vergessenwerden für Überlebende von Krebs im Kindes- und Jugendalter gefordert

03.04.2025Lesen
Journal OnkologieFachartikel

Recht auf Vergessenwerden: Gleichstellung für Krebsüberlebende - DGHO-Initiative

26.09.2024Lesen
Weitere Initiativen, die das Recht auf Vergessenwerden fordern
Mitmachen

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Wir brauchen jede helfende Hand zur Verbreitung. Ob Social Media, ein Plakat in der Praxis oder das Gespräch am Küchentisch — jede Stimme zählt.

1

Unterzeichnen

Auf openpetition.de/rechtaufvergessen — dauert keine 60 Sekunden.

2

Teilen

Den Link mit Familie, Freund:innen, Kolleg:innen teilen — oder als Story posten.

3

Auslegen & Aufhängen

Plakate, Flyer und Aufsteller für Arztpraxen, Apotheken, Studios und Cafés — kostenlos zum Download.

Tobias und Rebecca Burggraf — Initiator:innen der Petition
Tobias & Rebecca
Wer wir sind

Eltern, die nicht schweigen wollten.

Wir sind Tobias & Rebecca Burggraf — Eltern einer ehemals an Krebs erkrankten Tochter und Initiatoren dieser Petition. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kennen wir den Weg einer Krebserkrankung eines Kindes.

Wir möchten den Schwächsten in unserer Gesellschaft Gehör verschaffen — und für echte Gleichberechtigung sorgen. Wir fordern, dass das Recht auf Vergessenwerden endlich als Gesetz eingeführt wird. Für alle, die den Krebs überlebt haben.

Auch Initiatoren von „Haare auf Reisen"
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Wer gesund ist, hat ein Recht darauf, gleich behandelt zu werden.

Mit Ihrer Unterschrift bringen wir die Petition in den Deutschen Bundestag — und fordern ein Gesetz nach französischem Vorbild. Spätestens fünf Jahre nach Behandlungsende ohne Rückfall gilt die Akte als geschlossen. Denn Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein.

Petition unterzeichnen
www.recht-auf-vergessen.de